Schubgeräte

Glasfaserrute einstossen oder schwere Kabel schieben.

Schubgeräte ersetzen oder unterstützen die Kabelzugmaschinen dort, wo nicht gezogen, sondern von der Einzugsseite her geschoben werden muss. Im Jost-Programm gibt es zwei Modelle für zwei Einsatzfälle: das motorisierte Raupeneinzugsgerät MRE 3.5 stösst einen Glasfaserstab in vorhandene Rohranlagen ein, das Kabelschubgerät CP 200 unterstützt das Ziehen schwerer Kabel. Beide arbeiten nach demselben Grundprinzip: kontrollierter Vorschub statt Zug – die Wahl folgt der Aufgabe.

Die zwei Geräte im Detail

Welches Gerät passt, hängt von der Aufgabe ab: Glasfaserrute in belegte Rohre (MRE 3.5) oder Schubunterstützung beim Einziehen schwerer Kabel (CP 200).

MRE 3.5 – Motorisiertes Raupeneinzugsgerät

Ihre Vorteile auf einen Blick

Glasfaser in belegte Rohranlagen – Das MRE 3.5 stösst Glasfaserstab in vorhandene, oft schon belegte Rohre ein; daran lassen sich Schnüre, Glasfaserkabel oder Multi-Rohre durchstossen und das Bestandsnetz erweitern, ohne neue Rohre zu verlegen.

Stufenlos nach Widerstand – Der hydraulische Antrieb mit Ölkühler arbeitet langsam bei hohem Widerstand und schnell auf freier Strecke, bis max. 80 m/min.

500 m Stabspeicher, kontrolliert – Die automatisch gebremste Stabspeichertrommel fasst 500 m Glasfaserstab; ein mechanischer Meterzähler hält die Länge nach.

Technische Eckdaten

  • Zug- und Schubkraft: 3.5 kN
  • Geschwindigkeit: max. 80 m/min
  • Antrieb: Benzinmotor 5,1 kW, stufenlos hydraulisch mit Ölkühler
  • Start: Hand- und Elektrostart
  • Fassungsvermögen Stabspeichertrommel: 500 m, automatisch gebremst
  • Anbaukonsole: für PVC-Zuführungsrohr DN40
  • Meterzähler: mechanisch
  • Abmessungen (L × B × H): 380 × 185 × 206 cm
  • Gewicht inkl. Anhänger: 1’100 kg

Ausstattung

Die Standard-Ausführung trägt Benzinmotor mit Hand- und Elektrostart, stufenlos hydraulischen Antrieb mit Ölkühler, automatisch gebremste Stabspeichertrommel, Anbaukonsole für PVC-Zuführungsrohr DN40 und einen Kofferanhänger mit mechanischen Ankerstützen und Werkzeugkiste. Darüber hinaus konfigurierbar:

  • Messsteuerung PMC-14S – Anzeige von Zugkraft, Länge und Geschwindigkeit, einstellbare Lastabschaltung.
  • Zugdatenregistrierung mit USB-Ausgabe.
  • Zubehör für Anfangsbirnen.

CP 200 – Kabelschubgerät für schwere Bodenkabel

Ihre Vorteile auf einen Blick

Schiebt, wo der Zug an die Grenze kommt – Das CP 200 schiebt von der Einzugsseite und nimmt beim Einziehen schwerer Kabel Last vom Zug, ohne die zulässige Zugkraft am Kabel zu überschreiten.

Synchron zur Kabelzugwinde – Über das Touch-Panel wird die Geschwindigkeit stufenlos der Winde angepasst.

Bis fünf Geräte über 1’000 m – Mehrere CP 200 lassen sich hintereinander koppeln und synchron über eine Bedienung steuern, bis 1’000 m Distanz.

Schubkraft nach Raupenbeschichtung – 2 kN mit PUR-beschichteten, 6 kN mit Korund-beschichteten Raupen; Kabel von 22 bis 150 mm, einfaches Einlegen durch aufklappbares Oberteil.

Ergänzt KZW und KSA – Das CP 200 arbeitet mit den Kabelzugmaschinen (KZW) und Kabelspulenanhängern (KSA) zusammen.

Technische Eckdaten

  • Schubkraft: 2 kN mit PUR-beschichteten Raupen, 6 kN mit Korund-beschichteten Raupen (200/600 daN)
  • Geschwindigkeit: max. 30 m/min
  • Kabeldurchmesser: 22 bis 150 mm Leistung total: 2,2 kW Gewicht: 160 kg
  • Antrieb: elektrisch (Touch-Panel-Bedienung) oder hydraulisch
  • Koppelbar: bis 5 Geräte, synchron über eine Bedienung, bis 1’000 m Distanz
  • Abmessungen (L × B × H): 860 × 525 × 720 cm

Ausstattung

Die Raupenbeschichtung bestimmt die Schubkraft – PUR oder Korund. Im elektrischen Antrieb schaltet das Gerät bei Übergeschwindigkeit automatisch frei; im hydraulischen Antrieb läuft es ohne Freischaltung in beide Antriebsrichtungen.

Zum Einlegen des Kabels klappt das Oberteil auf oder lässt sich demontieren; die Führungsrollen sind einfach demontier- und einstellbar.

Beratung und nächster Schritt

Ob für eine Verlegeaufgabe das MRE 3.5 für den Glasfasereinzug oder das CP 200 als Schubunterstützung passt – und in welcher Antriebs- und Steuerungsausführung –, klärt Jost in der technischen Beratung.